Montag, 13. Februar 2017

[Buchrezension] Antonia Günder-Freytag - Sachsentöter

Sachsentöter-ebook-

Inhalt:
Mord oder Totschlag? Unfall oder Berechnung? Als Hauptkommissar Konrad von Kamm zu einem Tatort südlich von München gerufen wird, bietet sich ihm ein skurriler Anblick: Norman Zauner, der Betreiber des Reitstalls Ertl-Hof, wurde von einem Küchenregal erschlagen. Schnell stellt sich heraus, dass eine Reihe
von Frauen Grund gehabt hätte, die fahrlässig angebrachte Regalkonstruktion zu manipulieren. Trotz Konrads Verdacht ist es ihm nicht möglich, die Staatsanwaltschaft zu überzeugen, dass es sich nicht nur um einen saublöden Unfall, sondern um einen Mord handelt. Konrad ermittelt auf eigene Faust weiter. Kann er den kuriosen Fall mithilfe seines Onkels lösen?

Meine Meinung:
Ich habe mich mit dem zweiten Fall mit Konrad von Kamm sehr gut unterhalten gefühlt. Es tut mir im Nachhinein Leid, dass dieses Buch so lange warten musste, bis ich es gelesen hatte, aber im ersten Versuch konnte ich mich noch nicht so ganz damit identifizieren. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich nicht mehr ganz so in die Richtung Krimi tendiere, wie ich es noch vor ein paar Monate getan habe.

Konrad ist wirklich ein Mensch, der keiner Fliege etwas zu Leide tun kann. Selbst in den Vernehmungen tun ihm die Gesprächspartner Leid. Ok... Ist jetzt nicht wirklich so normal, oder? Aber auch seine Kollegen mag ich ziemlich gern. Sie strahlen eben die typische bayrische Natur aus, die man in München so kennt. So stellt man sich die Kriminaler vor.

Die Story ist super gut aufgebaut, so sind wir ziemlich schnell mitten im Geschehen und haben es mit ganz vielen Personen zu tun. Das hat mich anfangs ein wenig verwirrt, aber nach ein paar Seiten geht es und man kann die Personen in verschiedene Klaster einteilen. Die Spannung wurde gut aufgebaut, so denkt man eigentlich immer, die Lösung zu wissen, dann kommt aber alles doch wieder ganz anders.

Der Handlungsort war mal ganz was anderes, hat aber die nötige Ruhe ausgestrahlt. So denkt man eigentlich, dass auf einer Ranch nicht wirklich so viel passieren kann. Ok, da fällt mal einer vom Pferd und bricht sich was, das wars aber dann schon.

Auch die Ermittlungsart von Konrad hat mir gut gefallen. Er denkt sich wirklich tief in die Materie ein und kann eigentlich nicht nah genug am Geschehen sein. Aber mehr wird nicht verraten.

Ich habe mich mit diesem Buch wohl gefühlt und konnte damit wirklich der Realität ein wenig entkommen. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, Konrad bei seinen Ermittlungen zu begleiten und immer wieder neue Wege zu gehen, die sich mit der Zeit offenbaren. Sollte es mir zeitlich möglich sein, werde ich natürlich auch den 3. Band lesen, der in der Zwischenzeit erschienen ist.

Fazit:
Auf jeden Fall für Krimi-Leser zu empfehlen. Aber auch für welche, die dieses Genre gerne für sich entdecken möchten.