Samstag, 11. Februar 2017

[Buchrezension] Patrick Hinz - Herr S. bekommt Besuch

Herr S. bekommt Besuch: Roman-ebook-

Inhalt:
Wenn das Schicksal zweimal klingelt … Es gibt Menschen, die gerne über Gefühle sprechen – und zu dieser Sorte gehört Herr S. eindeutig nicht. Ganz im Gegenteil: Herr S. lässt niemanden an sich heran und hat es sich in seinem stacheligen Schutzpanzer sehr bequem gemacht. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem zwei Menschen vor seiner Tür stehen, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Der eine ist sein C
ousin, ein nerviger Eso-Fuzzi. Die andere ist seine Mutter. Und die ist sterbenskrank. Nein, Herr S. ist wirklich kein Mann, der gerne über seine Gefühle spricht – aber das heißt nicht, dass er keine hat. Denn nun holen sie ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit ein …

Meine Meinung:
Herr S. ... was ist denn das bitte für ein bescheuerter Name? Das war der erste Gedanke, der mir gekommen ist. Ich denke, damit bin ich nicht ganz allein. Man rechnet damit, von einem Mann jenseits der 70 begrüßt zu werden, denn dazu passt der Name einigermaßen.

 

Doch man wird ziemlich schnell eines besseres belehrt, denn so haben wir es mit einem Mann im besten Alter zu tun. Ok... Der Jüngste ist er nicht mehr, soweit ich mich richtig erinnere, geht er auf die 50 zu (ich hoffe, das geht jetzt nicht total in die falsche Richtung).
 

Die ersten Seiten habe ich mich wirklich ein wenig schwer getan, so wusste ich erst überhaupt nicht, in welche Richtung es überhaupt gehen soll, denn es war alles ziemlich komisch, und mit komisch meine ich hier keinenfalls etwas in die Richtung von lustig. Nein, gar nicht, eher skurril. Ja... Skurril... Das hab ich schon lange nicht mehr über ein Buch gesagt.
 

Doch je mehr ich lesen konnte, desto eher habe ich mich mit diesem Buch identifiziert. Liegt natürlich auch mit der Story zusammen, da sich Herr S. auch sehr verändert und. Ob positiv oder negativ, dazu sag ich jetzt gar nichts, denn das soll jeder selber lesen.
 

Patrick Hinz hat es wirklich geschafft, mich mit diesem Buch in einer ganz ungewöhnlichen Art und Weise zu berühren, er zeigt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hat, egal, wie weit man sich voneinander entfernt hat.
 

Fazit:
Kann ich sehr empfehlen!

[Buchrezension] Jürgen Seibold - Schandfleck

Schandfleck-Taschenbuch-

Inhalt:
Das Allgäu: ein idyllischer Landstrich voller Tatorte und Mordwaffen ... Das kleine Dorf Obergassen liegt malerisch zwischen Wald und Wiesen. Kempten ist nicht weit, und nach Süden ist der Blick frei auf die Allgäuer Alpen. Nur der heruntergekommene Garzinger Hof stört die ländliche Idylle – und manche Bewohner würden den Schandfleck des Ortes lieber heute als morgen abreißen lasse
n. Aber der kauzige Eigentümer Manfred Garzinger mag weder verkaufen noch renovieren. Eines Tages wird er jedoch tot in seinem abgewetzten Lehnsessel gefunden, und Kommissar Hansen stößt bei seinen Ermittlungen auf eine verschwiegene Dorfgemeinschaft, die ihre Angelegenheiten lieber selbst regelt.

Meine Meinung:
Langsam aber sicher fällt es mir wirklich schwer, eine richtige und vor allem "neue" Rezension für ein Buch von Jürgen Seibold zu schreiben. Ich möchte mich einfach auch nicht dauernd wiederholen.


Hansen und sein Team mit Willy und Hanna hab ich einfach nur ins Herz geschlossen, ich konnte es gar nicht erwarten, die neue Geschichte endlich in den Händen halten zu können. Jürgen Seibold schafft es, mit seinem Humor, die Geschichte wahnsinnig lebendig werden zu lassen, ohne es übertrieben lustig darzustellen.


Die Story ist gut aufgebaut, die Mordmethode ist einzigartig (wie kommt man denn bitte schön auf sowas???) und die Personen sind einfach total liebenswert.


Ganz wichtig für mich: Ignaz wird immer öfter erwähnt und schafft es, sich bei einigen Personen ins Herz zu schleichen. Er passt einfach zu den Leuten, die sich um ihn tümmeln. Die einen mögen ihn mehr, die anderen weniger :) Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Eindeutig!


Man kann dieses Buch auch problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, aber da wird man sicher was vermissen.

 

Fazit:
Unbedingt lesen.

[Buchrezension] Tom Hillenbrand - Gefährliche Empfehlungen

Gefährliche Empfehlungen-Taschenbuch-

Inhalt:
Die Welt Frankreichs legendärer Gastroführer »Guide Gabin« lädt zu einem rauschenden Fest in seinem neuen Firmenmuseum in Paris, und der Luxemburger Koch Xavier Kieffer ist mittendrin. Während der Feier verschwindet eines der Exponate – die extrem seltene Ausgabe des »Guide Bleu« von 1939, von der nur wenige Exemplare existieren. Kieffer beginnt, Nachforschungen anzustellen. Bald erfährt er, dass wegen der Sternebibel bereits mehrere Menschen sterben mussten. Aber was ist so gefährlich an einem über siebzig Jahre alten Restaurantführer? Was ist das Geheimnis d
es blauen Buchs?

Meine Meinung:
Für mich ist es das zweite Buch von Tom Hillenbrand. Man muss dazu sagen, dass beide wirklich total unterschiedlich sind. Mit Drohnenland hat Tom Hillenbrand die Zukunft ein wenig betrachtet und ist in die Welt der Technik eingetaucht.

Hier haben wir es mit einem Buch zu tun, welches sich eher mit dem Genuss beschäftigt. Ich durfte vor kurzem nach Frankreich reisen und dort kennen lernen, wie sehr die Franzosen ihr Essen lieben und dies zelebrieren.

Aber nicht nur das Essen steht hier im Mittelpunkt, auch die Geschichte spielt eine wichtige Rolle, so hat er es geschafft, den Krieg hier als Schauplatz entstehen zu lassen und eine Geschichte drum herum zu bauen.

Obwohl wir uns im hier und heute befinden, wurden immer wieder Weichen in die Vergangenheit gestellt.

Tom Hillenbrand schafft es seinen Leser zu fesseln und ihn neugierig werden zu lassen. Die Spannung wird wahnsinnig gut aufgebaut, nach jeder Seite ändern sich die Gegebenheiten und man muss wieder von vorne mit dem Überlegen beginnen.

Die Personen waren mir von Anfang an sympathisch, auch wenn ich sie erst in einem doch recht späten Band kennen lernen durfte. Man kann diese Buch auf jeden Fall ohne Vorkenntnisse lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass man etwas verpasst hat.

Ich kann es definitv weiter empfehlen und freue mich schon auf weitere Möglichkeiten, Tom Hillenbrand weiter kennen lernen zu dürfen.

Fazit:
Unbedingt lesen.