Freitag, 16. September 2016

[Buchrezension] Conny Schramm - Mein ungebügeltes Leben

Mein ungebügeltes Leben-Taschenbuch-

Inhalt:
„Im September 1965 erblickte ich in Potsdam ? leider genau drei Kilometer zu weit westlich der Grenze – das Licht der Welt. Ich war hin- und hergerissen – auf der einen Seite mein christliches Elternhaus, auf der anderen der ,real existierende Sozialismus‘ im Schulalltag. Dieser Spagat wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Da hilft nur noch Humor und Protest. Als ich dem armen, nackten Schulskelett ein blaues FDJ-Hemd überziehe, droht eine Katastrophe. Die Lehrerin ist außer sich: ,Wer hat hier den Untergang der DDR-Jugendorganisation prophezeit!?‘ Richtig bewegend wird es, als ich mich unsterblich in Henry verliebe …“ Spannend und originell erzählt Conny Schramm von ihrer Kindheit und Jugend in der DDR.

Meine Meinung:
Ich bin an der Geschichte der DDR sehr interessiert, auch wenn ich nicht in dieser Zeit aufgewachsen bin. Hab nur ganz kurz während dieser Zeit gelegt, da ich im Frühjahr 1989 zur Welt gekommen bin. Trotzdem möchte ich natürlich wissen, was in unserem Land so vor sich ging. Diese ganzen theoretischen Bücher sind hier überhaupt nichts für mich, so lese ich viel lieber Zeitzeugen-Bücher.

Conny Schramm hat fast ihre ganze Kindheit und ihre Jugend in der DDR verbracht und wurde dadurch sehr stark beeinflusst. So war es nicht immer ganz einfach, den Spagat zwischen Christentum und den Ansichten des sozialistischen Staates zu schaffen.

Einige Geschichten haben mich wahnsinnig berührt, ich möchte aber nicht wirklich darüber schreiben um nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Einen einzigen kleinen Kritik-Punkt habe ich. So wurde die Kindheit doch recht ausführlich beschrieben, der zweite Teil, welcher die Jugendzeit beschreibt, ging dann aber doch recht schnell und die Ereignisse überschlugen sich. Hier hätte ich gerne mehr erfahren.

Trotz allem, kann man mit diesem Buch einen sehr schönen Eindruck in das „christliche Leben“ während der DDR-Zeit erlangen. Somit durfte ich ein Stück weiter eintauchen.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall auch gelungen und macht es einem leicht, die ganzen Geschehnisse zu verstehen.

Fazit:
Sehr interessant und auf jeden Fall empfehlenswert.

[Buchrezension] Chris Fabry - Junikäfer, flieg

Junikäfer, flieg-gebundene Ausgabe- 

Inhalt:
Die neunjährige Juni hat ihr ganzes Leben mit ihrem Vater in einem Wohnmobil auf den Straßen Amerikas verbracht. Und bisher war sie e
igentlich glücklich mit diesem Nomadendasein. Doch dann entdeckt sie durch Zufall ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige. Und erkennt sich sofort wieder. Diese Entdeckung stellt ihr Leben auf den Kopf ... Chris Fabry ist eine tiefgründige Erzählung über die Sehnsucht eines Kindes nach Identität und Geborgenheit gelungen. Über Schmerz und Verzweiflung, die durch Gnade und Liebe geheilt werden - und eine sanfte Erinnerung daran, dass Gott die Fäden in der Hand hält und alle Dinge zum Guten wenden kann.

Meine Meinung:
Nachdem ich nun alles ein wenig habe wirken lassen, kann ich nun meine Rezension schreiben. Ich habe schon wahnsinnig viel von diesem Buch gehört, umso genialer war die Nachricht, dass ich die Möglichkeit bekomme, es lesen zu dürfen.

Meine Gefühle, die durch dieses Buch ausgelöst wurden, kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Ich habe mich sofort bei Junikäfer und ihrem Vater wohlgefühlt. Sie haben mich auf eine Reise mitgenommen, die mir gezeigt hat, dass es gar nicht wichtig ist, wo man ist, sondern nur, wer um einen herum ist.

Der Schreibstil von Chris Fabry ist einfach nur traumhaft. Er schafft es die Passagen, die aus der Sicht von Junikäfer geschrieben wurden, absolut „kindlich“ rüber zu bringen, ohne die erwachsenen Leser zu unterfordern. Ich finde das ist eine wahnsinnig tolle Gabe. Das Zusammenspiel der verschiedenen Erzählperspektiven ist perfekt gelungen, die Übergänge waren klar, man wusste immer genau, wo man sich gerade befindet. Auch dies ist nicht immer selbstverständlich, manche Sprünge können hier auch gerne mal überfordern.

Das Buch birgt viele Überraschungen und Handlungen, die ich so nicht erwartet hätte. Bis zum Schluss hätte ich mich nicht wetten trauen, wie es ausgeht.

Die Personen sind total liebevoll gezeichnet, jede auf ihre Art, aber auch nicht jede sympathisch. Gerade das macht aber dieses Buch auch wieder total interessant.

Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher dieses Autors und hoffe, dass ich sie bald lesen darf. Sinfonie des Himmels liegt schon wahnsinnig lange auf meinem SuB, ich denke dort wird es nicht mehr lange liegen :)

Fazit:
Unbedingt lesen, kann man nur empfehlen.