Freitag, 6. Mai 2016

[Buchrezension] Dietrich Bonhoeffer - Gemeinsames Leben

Gemeinsames Leben-Gebundene Ausgabe-

Inhalt:
Dietrich Bonhoeffer gründete die erste evangelische Kommunität mit gemeinsamem Leben im 20. Jahrhundert – das Bruderhaus des Predigerseminars der Bekennenden Kirche. In „Gemeinsames Leben“, seinem meistverkauften Buch, schreibt er über den Wert gemeinsamer geistlicher Übungen. Dabei zeigt er sich als Pionier der Bibel-Meditation und als Vorkämpfer für die Erneuerung der evangelischen Beichte. „Gemeinsames Leben“ – ein geistliches Übungsbuch, das jeder gelesen haben sollte, der in der Gemeinschaft mit anderen Christen lebt – sei es in einer Kommunität, in der Gemeinde, dem Hauskreis, aber auch in der Familie. In seiner Einführung erzählt Peter Zimmerling vom Leben im Bruderhaus, erklärt die Hintergründe und theologischen Besonderheiten und die Bedeutung für unser geistliches Leben heute.

Meine Meinung:
Die Bücher von Dietrich Bonhoeffer existieren ja schon länger, nachdem es sich 2015 zum 70. mal jährte, dass er duch die Nazis hingerichtet wurde, sind die Bücher von ihm nun gemeinfrei.

Ich habe schon einiges von Bonhoeffer gehört. Ein sehr bekanntes Lied, "Von guten Mächten" bringt man mit ihm in Verbindung. Hinzu kommt, dass er in Flossenbürg hingerichtet wurde, dieser Ort ist nur ca. 30min von mir entfernt und begleitet mich somit schon seit meiner Kindheit, da es zu unserer Schulausbildung gehörte, dieses KZ zu besuchen.

Nun aber zu seinem Buch "Gemeinsames Leben". Die neue Herausgabe des Brunnen Verlages wird durch die Einführung von Peter Zimmerling erst komplett. Er erklärt, mit welchem Buch wir es hier zu tun haben und vervollständigt es mit Hintergrund-Infos über Bonhoeffer. Es ist sehr gelungen und trägt zum Gesamtverständnis des Buches definitiv positiv bei.

Das eigentliche Werk von Bonhoeffer teilt sich dann in 5 verschiedene "Themen". Gemeinschaft, Der gemeinsame Tag, Der einsame Tag, Der Dienst, Beichte und Abendmahl. Auch wenn hier ziemlich unterschiedliche Themen behandelt werden, so kommt trotzdem immer wieder die Gemeinschaft vor, die gleich zu Beginn in den Mittelpunkt gestellt wird.

Diese 5 Themen sollen herausstellen, wie Christen zu leben haben. Unter anderem, dass sie sehr viel auf die Gemeinschaft zu halten haben, wir aber nur in der Gemeinschaft leben können, wenn wir allein sein können (Der einsame Tag) "Wer nicht allein sein kann, der hüte sich vor der Gemeinschaft." Hier kommt klar zum Ausdruck, wie wichtig gemeinsames Leben, also die Gemeinschaft für unser Leben ist.

Ich finde, dass Bonhoeffer mit diesem Buch einen christlichen Schatz erschaffen hat, der vielen Menschen als Basis seines christlichen Lebens dienen sollte. Da wir es aber hier mit nicht ganz so einfacher Literatur zu tun haben, sollte man den Fokus eher auf Gemeindestunden legen, die dann dieses Buch betrachten. Getreu dem Motto "Gemeinsames Leben".

Fazit:
Schwere Kost, allerdings ein großer Schatz der christlichen Literatur.

[Buchrezension] Jörg Arndt - X-World

X-World-Taschenbuch-

Inhalt:
„Wie wäre es, wenn man noch einmal neu anfangen könnte, wenn die Menschen, die sich zu Tausenden in den Asphaltwüsten unserer Städte drängen und einander nur mit Misstrauen begegnen, plötzlich in eine paradiesische Welt versetzt würden?“ Gerade, als sein Leben komplett aus den Fugen zu geraten scheint, bekommt der junge Programmierer Roy die Chance seines Lebens: Er soll für einen neu entwickelten 3D-Helm eine künstliche Welt erschaffen. Euphorisch programmiert Ronein wahres Paradies. Bis ins Letzte ausgeklügelt, soll es das perfekte Gegenstück zur Realität werden. Doch genau die droht einzubrechen, als es seinem Gegenspieler Lutz gelingt, die Macht in X-World an sich zu reißen. Um seine Idee zu retten, bleibt Ron nur eine einzige Möglichkeit …

Meine Meinung:
Hier haben wir es mit dem Alten und Neuen Testament der besonderen Art zu tun. Die Erschaffung der Welt in einem Computerspiel.

Mein erster Gedanke, als ich dieses Buch erstmals in Händen halten durfte war, wie man die ganze Geschichte soweit ich die Länge ziehen kann, dass wirklich ein so dickes Buch mit so vielen Seiten entsteht :) Tja... Mittlerweile bin ich der Meinung, dass es gerne noch ein paar Seiten mehr hätten sein dürfen.

Worum es in diesem Buch geht, wird grob gesagt schon im Klappentext klar. Erschaffung der Welt, so wie sich Ron diese vorstellt. Ok... Alles schön und gut :)

Wir erleben eine Reise durch das komplette Alte, aber auch Neue Testament, ohne, dass wir es im ersten Moment wirklich mitbekommen. Durch den doch moderenen Touch dieses Buches wird alles erst im Nachhinein klar und man merkt, dass man das alles, wenn auch in abgewandelter Form schon einmal gehört hat.

Der Autor Jörb Arndt, welcher Pastor, Ehemann und Vater ist, schafft es durch seinen Schreibstil eine doch teilweise angestaubte "Geschichte" wieder neu zu beleben und ihr den nötigen Kick zu geben. So können Jugendliche wieder an das Christsein herangeführt werden, ohne, dass sie es wirklich aktiv mitbekommen. Hier hat er wirklich eine klasse Leistung erbracht.

Die Ereignisse überschlagen sich teilweise, aber ich denke in solch einer Geschichte lässt sich das nicht vermeiden, aber gerade deshalb wird es nie langweilig und man will das Buch gar nicht weg legen, da man ja unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

Ich bin mit diesem Buch wirklich sehr gut unterhalten worden und ich denke auch, dass es noch einige Leser begeistern wird. Sowohl Jung als auch Alt werden sich hier wohlfühlen.

Fazit:
Sehr zu empfehlen.