Freitag, 29. Januar 2016

[Buchrezension] Camilla Läckberg - Die Schneelöwin

Die Schneelöwin-gebundene Ausgabe-

Inhalt:
Ein junges Mädchen läuft schwerverletzt auf die Landstraße. Sie wird von einem Auto erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus. Ihr Körper zeigt Zeichen schwerster Misshandlungen. Weitere Mädchen werden vermisst. Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissar Patrik Hedström seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, um Hilfe. Für ihr nächstes Buch interviewt sie im Gefängnis regelmäßig eine Frau, die 1975 ihren Mann tötete, einen ehemaligen Löwenbändiger, der mit einem Zirkus nach Fjällbacka gekommen war. Ihr Mordmotiv: Er hatte die gemeinsame, ungewöhnlich wilde Tochter im Keller angekettet, weil er ihrer nicht Herr wurde. Patrik erhofft sich Hinweise auf die Psyche von Menschen, die in der Lage sind, Kindern so etwas anzutun. Doch je länger Erica mit der Verurteilten spricht, um so deutlicher wird, dass die Dinge damals anders gewesen sein müssen. Erica verfolgt der Gedanke, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben.

Meine Meinung:
Dies ist mein zweiter Krimi von Camilla Läckberg. Dies ist wahrscheinlich auch der Fall, dass ich nicht ganz so gut mit den Personen klar komme. Einige Leser hatten erwähnt, dass sich ein roter Faden durch alle Bücher zieht und immer mehr Details dazu kommen. Dies kann ich leider nicht bestätigen, das fehlt mir wahrscheinlich aber auch der Background dafür.

Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die verschiedenen Handlungsstränge haben immer wieder gut zueinander geführt, haben mich aber wegen der großen Anzahl teilweise überfordert. Genauso ging es mir mit der Anzahl der Personen. Ich und Namen, das sind zwei Wörter, die sich irgendwie gegenseitig ausschließen. Oft musste ich schon länger überlegen, um alles wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen und den Zusammenhang zu verstehen. Das ist auch der Grund, weshalb ich einen Stern abziehen muss.

Die Handlung als Ganzes hat mir gut gefallen, war mal was anderes, was ich so nicht hatte. Allerdings bin ich bei Krimis, die eine Straftat an Kindern/Jugendlichen als Fokus hat, immer etwas skeptisch, da dies einfach etwas ist, was man nicht lesen möchte oder auch irgendwie erfahren möchte. Trotzdem muss ich sagen, dass ich es trotzdem nicht so schlecht finde, dass das Thema behandelt wird. Ich würde gerne mehr schreiben, allerdings besteht dann die Gefahr, dass ich zu viel verrate.

Fazit:
Alles in allem ist es also ein recht solider Krimi, der bei manchen Sachen ein bisschen über das Ziel hinaus schießt. Trotzdem kann ich ihn definitiv empfehlen.