Mittwoch, 6. Januar 2016

[Buchrezension] Volker C. Dützer - Treibsand

Treibsand-ebook-

Inhalt:
So hatte sich die Trickdiebin Sammy den Abend nicht vorgestellt.
Mit einem Dutzend geklauter Kreditkarten in der Tasche beobachtet sie unfreiwillig einen Mord. Ihre clevere Idee, ihr Wissen in einen Haufen Geld zu verwandeln, erweist sich als tödlicher Bumerang. Oder soll sie der Polizei wirklich erzählen, dass der Chef der Mordkommission eine Leiche in einem alten Töpferbrennofen verschwinden ließ? Sammy bleibt nur eine Chance: Sie muss den jungen Mordermittler Mario Moretti davon überzeugen, dass ihr ausgerechnet aus den Reihen der Polizei Gefahr droht. Moretti vertraut Sammy seinem ehemaligen Kollegen Jan Stettner an, der sich seine Brötchen inzwischen als Privatdetektiv verdient und mal wieder dringend Geld braucht. Hals über Kopf schlittert Stettner in seinen ersten Fall …

Meine Meinung:
Warum auch immer, aber für dieses Buch habe ich länger gebraucht, als ich es vorhatte. So lag es ziemlich lang in den Untiefen meines Readers, bevor ich es zum Vorschein brachte.

Der Anfang des Buches beginnt eigentlich schon ziemlich spannend. So lernen wir Sammy und einige andere Menschen kennen. Das hat mich wahrscheinlich ein bisschen abgeschreckt, denn die Namen sind schon einige an der Zahl und das ist dann ein Punkt, der mich ziemlich schnell überfordern kann. Wenige Namen, und vor allem auch nicht viele gleichklingende Namen (oder mit gleichem Anfangsbuchstaben, wie es hier der Fall ist) sind mir lieber, da komme ich mit meinem schlechten Namensgedächtnis nicht so gut klar.

Nichtsdestotrotz habe ich es aber trotzdem gewagt, das Buch weiter zu lesen. Es war defintiv die richtige Entscheidung.

Obwohl es nicht das kürzeste Buch ist, wird die Spannung konstant hoch gehalten. Auch wenn man zwischenzeitlich Zweifel hat, ob es wriklich die letzten 150 Seiten noch hoch her gehen kann... Ja... Der Autor hat es tatsächlich geschafft zu überraschen. Ein Ende war in Sicht und doch kommt alles ganz anders als erwartet.

Dies zeigt auf jeden Fall von starkem schriftstellerischem Können. Denn nicht alle schaffen es den Leser hinters Licht zu führen. Hier ist es dem Autor definitiv gelungen.

Der Schreibstil gefällt mir auch allgemein ganz gut, so dass man nach der kurzen steinigen Eingewöhnungsphase doch recht zügig und gut weiter kommt. Aufgrund des gelungenen Spannungsbogens, wird man immer gut unterhalten und fällt nicht in Langeweile.

Alles in allem ein solider Krimi, der mir wahnsinnig gut gefallen hat. Hoffentlich habe ich bald die Möglichkeit noch mehr von diesem Autor zu lesen.

Fazit:
Sehr zu empfehlen.