Montag, 26. September 2016

[Buchrezension] Damaris Kofmehl - Bad Cop

Bad Cop – Ein Polizist auf der Flucht-Taschenbuch-

Inhalt:
Robert ist ein Bad Cop und korrupt bis ins Mark. Er arbeitet als junger Polizist in New Orleans und missbraucht seine Dienstm
arke für seine eigenen Zwecke. Als eines seiner Opfer ihn ans Messer liefert und ihm dreißig Jahre Gefängnis bevorstehen, kriegt Robert Panik. Er flieht, entschlossen, bis zum Ende seines Lebens unterzutauchen. In den Wäldern Kanadas lernt er zu jagen und zu töten, um zu überleben. 22 Jahre lebt er im Exil, mal als Schläger, mal als Dopingdealer, aber meistens als einsamer Wolf im Wald. Er wird zu einem Experten der Wildnis, einem modernen Robinson Crusoe und entfremdet sich immer mehr von der zivilisierten Welt. Bis Gott eingreift und ihm eine klare Anweisung gibt: sich den Behörden zu stellen. Top-Autorin Damaris Kofmehl erzählt wieder eine packende Biografie mit viel Action und Tiefgang.

Meine Meinung:
Wow... Ich bin einfach nur beigeistert von diesem Buch und der Geschichte, die dahinter steht. Die Autorin versteht es, eine wahre Begebenheit so niederzuschreiben, dass man vor dem Buch sitzt und teilweise nicht mehr weiß, was man denken soll. Es ist alles so real, als wäre man ein Teil dieser Geschichte.

Ich will nichts über Robert sagen, denn das steht alles im Buch, aber eins ist klar, ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor diesem Mann, denn es ist der Wahnsinn, was er in seinem Leben mitgemacht hat.

Der Klappentext sagt ja schon, dass er 22 Jahre im Exil gelegt hat. Man kann sich das alles gar nicht vorstellen und umso krasser wird es, wenn man sich mit ihm von einer Situation zur nächsten hangelt. Es sind viele krasse Erlebnisse dabei, darunter auch viele, die einen vermuten lassen, dass die Geschichte bald vorbei ist und es nicht weiter geht.

Die Autorin hat eine Erzählweise, die hierfür einfach perfekt ist. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen, da man mit der Geschichte verschmilzt und unbedingt wissen will, wie es weiter geht.

Ich bin glücklich darüber, dass ich dieses Buch und vor allem die Story dahinter kennen lernen durfte.

Mehr möchte ich hierzu nicht sagen, denn es soll jeder diesen wunderbaren Mann selber kennen lernen.

Fazit:
Unbedingt lesen!

Dienstag, 20. September 2016

[Buchrezension] Ingrid Kretz - Die Erben von Snowshill Manor

Die Erben von Snowshill Manor -Gebundene Ausgabe-

Inhalt:
England, Anfang des 19. Jahrhunderts: Die junge Catherine wird für einige Monate nach Snowshill Manor geschickt. Das feudale Herrenhaus gehört de
r Familie von Lord Darabont. Als Gesellschafterin der Lady nimmt Catherine am bunten Leben des Adels teil. Sie wird zu Bällen und Teegesellschaften eingeladen und gleich von mehreren Verehrern hofiert. Aber schon bald merkt sie: Das Haus der Darabonts scheint voller Geheimnisse zu stecken. Wie kommt es, dass der älteste Sohn des Lords spurlos verschwunden ist? Warum will sich keiner an ihn erinnern? Und wer ist die junge Frau auf dem Gemälde, das Catherine auf dem Dachboden entdeckt? Ein spannender Roman und eine romantische Liebesgeschichte voller überraschender Wendungen.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch war ich mir Anfangs nicht ganz so sicher, was ich davon halten soll. Zum einen hat mich die Story an sich echt interessiert, der Klappentext hat sehr viel versprochen, der Einstieg war für mich allerdings dann ein wenig holprig. Oftmals verliere ich dann die Lust an einem Buch, wenn es mir nicht gleich von Anfang an gefällt. Doch hier habe ich durchgehalten und ich muss sagen, dass es sich dann doch gelohnt hat. Ich will die Schuld nicht dem Buch geben, es kann auch an meiner momentanen Verfassung liegen.

Die Schreibweise ist wirklich gut gelungen. Man fühlt sich, als wäre man selbst im 19. Jahrhundert eingetaucht. Sprache, Personen, das ganze Umfeld, alles passt perfekt zusammen. So auch die Art, wie Frauen in dieser Zeit dastehen. Es ist ganz wichtig, dass sich Frauen des gehobenen Standes auch mit ebensolchen Männern verloben, bzw. verheiraten. Alles andere wird von den Familien nicht ganz so geduldet.

Durch die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven, war es für mich anfangs ein klein wenig verwirrend, doch nach und nach bin ich auch damit klar gekommen.

Alle Personen sind toll gezeichnet. Jede ist auf ihre Art einzigartig, man merkt auch ziemlich schnell, wer auf welcher Seite steht und wem man vielleicht nicht ganz so trauten sollte. Bei einer Person war ich mir anfangs nicht ganz so sicher, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Wer das genau ist, verrate ich hier aber nicht.

Auch, wenn ich erst Anlaufschwierigkeiten hatte, so konnte ich mich letztendlich trotzdem mit dem Buch arrangieren. Im Gegenteil, mir hat es dann wirklich gut gefallen, wodurch ich es ohne schlechtes Gewissen getrost weiterempfehlen kann.

Fazit:
Kann ich definitiv weiterempfehlen.

Freitag, 16. September 2016

[Buchrezension] Conny Schramm - Mein ungebügeltes Leben

Mein ungebügeltes Leben-Taschenbuch-

Inhalt:
„Im September 1965 erblickte ich in Potsdam ? leider genau drei Kilometer zu weit westlich der Grenze – das Licht der Welt. Ich war hin- und hergerissen – auf der einen Seite mein christliches Elternhaus, auf der anderen der ,real existierende Sozialismus‘ im Schulalltag. Dieser Spagat wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Da hilft nur noch Humor und Protest. Als ich dem armen, nackten Schulskelett ein blaues FDJ-Hemd überziehe, droht eine Katastrophe. Die Lehrerin ist außer sich: ,Wer hat hier den Untergang der DDR-Jugendorganisation prophezeit!?‘ Richtig bewegend wird es, als ich mich unsterblich in Henry verliebe …“ Spannend und originell erzählt Conny Schramm von ihrer Kindheit und Jugend in der DDR.

Meine Meinung:
Ich bin an der Geschichte der DDR sehr interessiert, auch wenn ich nicht in dieser Zeit aufgewachsen bin. Hab nur ganz kurz während dieser Zeit gelegt, da ich im Frühjahr 1989 zur Welt gekommen bin. Trotzdem möchte ich natürlich wissen, was in unserem Land so vor sich ging. Diese ganzen theoretischen Bücher sind hier überhaupt nichts für mich, so lese ich viel lieber Zeitzeugen-Bücher.

Conny Schramm hat fast ihre ganze Kindheit und ihre Jugend in der DDR verbracht und wurde dadurch sehr stark beeinflusst. So war es nicht immer ganz einfach, den Spagat zwischen Christentum und den Ansichten des sozialistischen Staates zu schaffen.

Einige Geschichten haben mich wahnsinnig berührt, ich möchte aber nicht wirklich darüber schreiben um nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Einen einzigen kleinen Kritik-Punkt habe ich. So wurde die Kindheit doch recht ausführlich beschrieben, der zweite Teil, welcher die Jugendzeit beschreibt, ging dann aber doch recht schnell und die Ereignisse überschlugen sich. Hier hätte ich gerne mehr erfahren.

Trotz allem, kann man mit diesem Buch einen sehr schönen Eindruck in das „christliche Leben“ während der DDR-Zeit erlangen. Somit durfte ich ein Stück weiter eintauchen.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall auch gelungen und macht es einem leicht, die ganzen Geschehnisse zu verstehen.

Fazit:
Sehr interessant und auf jeden Fall empfehlenswert.

[Buchrezension] Chris Fabry - Junikäfer, flieg

Junikäfer, flieg-gebundene Ausgabe- 

Inhalt:
Die neunjährige Juni hat ihr ganzes Leben mit ihrem Vater in einem Wohnmobil auf den Straßen Amerikas verbracht. Und bisher war sie e
igentlich glücklich mit diesem Nomadendasein. Doch dann entdeckt sie durch Zufall ein Plakat mit einer Vermisstenanzeige. Und erkennt sich sofort wieder. Diese Entdeckung stellt ihr Leben auf den Kopf ... Chris Fabry ist eine tiefgründige Erzählung über die Sehnsucht eines Kindes nach Identität und Geborgenheit gelungen. Über Schmerz und Verzweiflung, die durch Gnade und Liebe geheilt werden - und eine sanfte Erinnerung daran, dass Gott die Fäden in der Hand hält und alle Dinge zum Guten wenden kann.

Meine Meinung:
Nachdem ich nun alles ein wenig habe wirken lassen, kann ich nun meine Rezension schreiben. Ich habe schon wahnsinnig viel von diesem Buch gehört, umso genialer war die Nachricht, dass ich die Möglichkeit bekomme, es lesen zu dürfen.

Meine Gefühle, die durch dieses Buch ausgelöst wurden, kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen. Ich habe mich sofort bei Junikäfer und ihrem Vater wohlgefühlt. Sie haben mich auf eine Reise mitgenommen, die mir gezeigt hat, dass es gar nicht wichtig ist, wo man ist, sondern nur, wer um einen herum ist.

Der Schreibstil von Chris Fabry ist einfach nur traumhaft. Er schafft es die Passagen, die aus der Sicht von Junikäfer geschrieben wurden, absolut „kindlich“ rüber zu bringen, ohne die erwachsenen Leser zu unterfordern. Ich finde das ist eine wahnsinnig tolle Gabe. Das Zusammenspiel der verschiedenen Erzählperspektiven ist perfekt gelungen, die Übergänge waren klar, man wusste immer genau, wo man sich gerade befindet. Auch dies ist nicht immer selbstverständlich, manche Sprünge können hier auch gerne mal überfordern.

Das Buch birgt viele Überraschungen und Handlungen, die ich so nicht erwartet hätte. Bis zum Schluss hätte ich mich nicht wetten trauen, wie es ausgeht.

Die Personen sind total liebevoll gezeichnet, jede auf ihre Art, aber auch nicht jede sympathisch. Gerade das macht aber dieses Buch auch wieder total interessant.

Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher dieses Autors und hoffe, dass ich sie bald lesen darf. Sinfonie des Himmels liegt schon wahnsinnig lange auf meinem SuB, ich denke dort wird es nicht mehr lange liegen :)

Fazit:
Unbedingt lesen, kann man nur empfehlen.