Sonntag, 17. April 2016

[Buchrezension] Christine Bendik und Katie Schweitzer - Raben vergessen nicht

Raben vergessen nicht-ebook-

Inhalt:
Seine Gestalt hob sich wie ein Scherenschnitt vor dem schwarzgelben Hintergrund ab. Mit einer Hand hielt er sich am Mastgestänge fest, mit der anderen Hand winkte er, drehte sich zu unserer Erleichterung um und schien absteigen zu wollen. Plötzlich waren sie da, die schwarzen Vögel. Der Geschichtenband „Raben vergessen nicht“ spannt einen Bogen von Krimi und Thrill bis Romantik und entführt den Leser auf eine spannende Reise in die Welt menschlicher Abgründe. Zwischen Frankfurt und Afrika ringen in den fünfzehn Storys – wie im richtigen Leben – Menschen um Liebe, Freundschaft und Glück.

Meine Meinung:
Kurzgeschichten sind eigentlich so gar nicht meine Baustelle, aber basierend auf eine Bitte, hab ich mich der Herausforderung gestellt und dieses Buch in die Hand genommen.

Hier haben wir es mit 15 Geschichten von Christine Bendik und Katie Schweitzer zu tun. Christine Bendik kannte ich schon von zwei anderen Büchern, weshalb ich schon ungefähr wusste, worauf ich mich einlasse.

Schwarzer Humor, das ist es, was wir hier vorfinden. Teilweise sind die Geschichten so gut geschrieben, dass man Gänsehaut bekommt. Man fühlt sich, als wäre man live dabei, wobei man das eigentlich gar nicht sein möchte, so skuril und teilweise schrecklich sind die Situationen.

Aber genau das macht dieses Buch aus. Man fühlt sich trotz "schlimmer" Geschichten wohl, der Schreibstil ist wirklich gut gelungen und die Enden der Geschichten absolut nicht vorhersehbar.

Ich habe mich definitiv gut unterhalten gefühlt. Meine Einstellung zu Kurzgeschichten konnte definitiv ein wenig geändert werden, wobei ich auch in Zukunft wohl eher nicht "selbstständig" auf eine Sammlung dieser Art zugehen werde. Es war auf jeden Fall eine nette Erfahrung mit gutem Unterhaltungswet.

Fazit:
Wer Kurzgeschichten mag, ist hier gut aufgehoben. Auch Gegner sollten das Experiment wagen.

Sonntag, 3. April 2016

[Buchrezension] Nelli Löwen - Wo bleibt mein Prinz?

Wo bleibt mein Prinz?-gebundene Ausgabe-

Inhalt:
Du bist auf der Suche nach dem Traumprinzen. Und fragst dich, wo er wohl bleibt. Ob du ihn irgendwann finden wirst - oder er dich? Wenn das gerade das Thema Nr. 1 in deinem Leben ist, dann ist das hier dein Buch! Einfühlsam, kompetent und humorvoll - von Singlefrau zu Singlefrau - packt Nelli Löwen das Sehnsuchtsthema an und eröffnet dir eine neue Sicht auf die Dinge: Auf dein aktuelles Solosein. Auf das andere Geschlecht. Auf deinen Traummann. Lass dich ermutigen, gelassen zu werden und in der "Traumprinzenfrage" ganz eng an Gott dran zu bleiben - er hat das Beste für dich im Sinn!

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, weil mir das Wort Prinz auf dem rosa Cover ins Auge gestochen ist. Es fällt auf und zieht somit alle Blicke an sich.

Wir haben es hier mit keinem typischen Sachbuch zu tun. Hier sollen Langzeitsingles ermutigt werden, glücklich mit ihrer aktuellen Situation zu werden, anstatt Trübsinn zu blasen, weil es bei ihnen einfach nicht klappen will.

Die Autorin Nelli Löwen erzählt von sich selbst, von ihrer langen Zeit als Single aber auch von ihren Beziehungen, wie sie entstanden, aber auch zerbrochen sind.

Sie macht den Menschen Mut, die schon verzweifelt sind, weil sie DEN Partner noch nicht gefunden haben. Aufgeben soll dabei auf keinen Fall ganz oben stehen.

Immer wieder wurden von ihr auch außenstehende zu bestimmten Fragen befragt. Dadurch wird klar, dass man nicht allein  ist, und dass es vielen anderen auch so geht.

Ich bin überfragt, was ich hier noch schreiben kann, man muss das Buch einfach selber lesen und sich auch selber einen Eindruck verschaffen. Fakt ist, dass es die Autorin schafft, einen ruhiger werden zu lassen. Wenn der Prinz kommt, ist es gut, wenn nicht, sollte man sich trotzdem nicht verkriechen und in Selbstmitleid verfallen.

Fazit:
Ein Buch, dass einen definitiv ermutigt nicht aufzugeben.

[Buchrezension] Dan Sehlberg - Sinon

Sinon-Taschenbuch-

Inhalt:
Hanna, die Frau des
IT-Professors Eric Söderqvist, hat als Einzige die Infektion mit dem neuartigen Virus NCoLV überlebt. Angeblich steht die Biotechfirma Cryonordic in Uppsala kurz vor der Entwicklung eines Impfstoffs, doch die dafür benötigten Antikörper lassen sich nur aus Hannas Blut gewinnen. Eric hat Bedenken; es gibt beunruhigende Gerüchte über Cryonordic. Akim Katz, Deckname Sinon, wird in Israel festgehalten. Der langjährige enge Berater des israelischen Ministerpräsidenten war als Spion der Hisbollah enttarnt worden. Nach einer dramatischen Befreiungsaktion wird er auf eine Geheimmission geschickt. Doch Sinon sinnt auf Rache und gibt dem Projekt einen neuen, noch katastrophaleren Dreh. Eric erkennt, dass seine geliebte Hanna in großer Gefahr schwebt. Wer könnte da zu ihrem Schutz willkommener sein als die knallharte Mossad-Agentin Rachel Papo, die plötzlich im Haus der Söderqvists in den Stockholmer Schären auftaucht? Doch Eric weiß nicht, für wen Rachel wirklich arbeitet und wie skrupellos sie in Wahrheit ist.

Meine Meinung:
Seit langem mal wieder ein Thriller, der den Weg in meine Hände gefunden hat und das nicht ohne Grund. Schon der Klappentext verspricht Spannung und ein interessantes Thema, welches hier behandelt wird.

Der Anfang des Buches hat es mir um ehrlich zu sein, nicht einfach gemacht. So konnte ich mich erst überhaupt nicht orientieren. Wahnsinnig viele Personen, wahnsinnig viele Orts- und Perspektiv-Wechsel. Alles nicht so einfach. Im Nachhinein habe ich herausgefunden (ok, wenn ich gleich genau geschaut hätte, wäre es mir schon eher aufgefallen), dass es wohl auch einen ersten Band mit Eric Söderqvist gibt. Mit dem Hintergrundwissen aus diesem Band wäre es sicherlich viel, viel leichter gewesen hier einzusteigen.

Aber, so war es bei mir eben nicht so einfach und es gibt auch eine Meinung ohne das erste Buch zu kennen.

Ich fand den Schreibstil anfangs ein bisschen hoch gestochen. Viele verschiedene Fachbegriffe, die mir einfach nicht geläufig sind und auch viele Orte, viele Personen, die man erst einmal richtig sortieren muss.

Je länger man das Buch allerdings in der Hand hat, desto klarer wird alles und man kann sich voll und ganz hingeben. Die Personen werden einem immer mehr sympathischer oder eben unsympathischer, je nachdem auf welcher Seite diese stehen.

Die Handlung fand ich sehr schlüssig, wenn auch erschreckend. Man kann nur hoffen, dass so etwas nicht in der Realität passiert, möglich ist allerdings in der heutigen Zeit alles.

An Spannung hat es auch zu keiner Zeit gefehlt, der Bogen wurde sehr gut gespannt, hat nie an Stränge verloren und kann so den Leser am Buch und an der Story halten.

Alles in allem wirklich ein gute Thriller, der Lust auf mehr von diesem Autor macht. Ich glaube, ich werde mir trotzdem noch den ersten Teil holen, damit ich noch mehr Hintergrundwissen erlange und die ein oder andere Szene im Nachhinein noch besser verstehe.

Fazit.
Ein solider Thriller, allerdings nichts für schwache Nerven und für alle Leser, da er schon ziemlich hoch gesteckt ist.