Dienstag, 8. September 2015

[Buchrezension] Alexa Hennig von Lange - Die Welt ist kein Ozean

Die Welt ist kein Ozean
-Taschenbuch-

Inhalt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

Meine Meinung:
Das ist seit langem wieder ein Jugendbuch, welches ich zur Hand genommen habe. Normalerweise finden sich diese eher selten auf meinem Stapel, jedoch haben mich Titel und Inhaltsangabe angesprochen.

Man muss sagen, dass der Kern der Geschichte wirklich gut getroffen wurde, so wird ein Thema behandelt, welches nicht alltäglich ist. Wie viele Jugendliche kennt man, die psychische Probleme haben, oder gar in einer Klinik verweilen müssen. Ich denke, da sind sich viele einig, dass diese doch eher der Minderheit angehören. Jedoch denke ich, dass dieses Problem immer mehr Verbreitung erfährt.

Viele Jugendliche kommen mit ihrem "Freizeit-Stress" nicht mehr klar. Sie wissen nicht mehr was Freizeit wirklich ist, sondern hetzen von einem Termin zum anderen. Ob dies nun im Sportverein oder in der Musikschule ist. Die Eltern wollen selber Freizeit und versuchen so den Kindern so viel wie möglich zu ermöglich. Ob dies nun richtig oder falsch ist, sei dahingestellt.

Dieses Buch behandelt aber weniger die Problematik der gestressten Kinder, sondern vielmehr die Problematik, dass sich Jugendliche in einer Stress-Situation befinden, der sie nicht entfliehen können. So wurde hier die psychische Krankheit durch einen schlimmen Unfall hervor gerufen.

Ich finde den Schreibstil dieses Buches toll. Er ist angemessen für ein Jugendbuch, so dürfte jeder Jugendliche damit klar kommen. Vor allem die Ich-Form finde ich sehr passend, damit man sich mit Franzi identifizieren kann. Es fällt einem sehr leicht, da sie ein sehr nahbares Mädchen verkörpert.

Der Beginn der Story ist auch wirklich viel versprechend, allerding flaut er ziemlich ab, wodurch man sich leicht langweilen kann. Das finde ich etwas schade. Könnte auch sein, dass viele das Buch dadurch zur Seite legen.

Ich denke 3 Sterne sollten für dieses Buch auf jeden Fall gerechtfertigt sein. 4 Sterne sind mir schon fast ein bisschen zu viel, wobei ich kurz überlegt habe.

Mal sehen, was wir von dieser Autorin noch hören.

Fazit:
Potenzial wäre vorhanden, die Umsetzung ist nicht zu 100% gelungen.