Mittwoch, 29. April 2015

[Buchrezension] Holly-Jane Rahlens - Blätterrauschen

Blätterrauschen-Gebundene Ausgabe-

Inhalt:
Irgendetwas stimmte nicht. Alles war auf einmal so still. Das Rauschen der Blätter an den Bäumen draußen im Hof war verstummt. Ebenso das Stimmengemurmel hinter der Tür zur Buchhandlung. Selbst die Uhr an der Wand tickte nicht mehr. …Oliver lauschte auf Geräusche, irgendwelche Geräusche, egal was — und hatte auf einmal das Gefühl, dass jemand direkt hinter ihm stand und ihm ins Ohr flüsterte. Er fuhr herum. Aber da war niemand. Nichts ... Und dann hörten sie ei
n Klopfen — an der Hintertür. Ein sehr lautes und beharrliches Klopfen. Oliver, Rosa und Iris wirbelten herum. Die Hintertür wurde niemals benutzt, von niemandem. Aber offensichtlich war da draußen im Hof jetzt jemand. Jemand, der im strömenden Regen wie ein streunender Hund dar-auf wartete, hereingelassen zu werden. Die Kinder eilten zum Hoffenster neben der Tür und spähten hinaus in die Dunkelheit. Ein Junge stand vor der Tür. Er war sehr groß und sah etwas älter aus als sie. Er trug ein dunkles T-Shirt, Jeans, eine dünne, burgunderrote Jacke und eine Baseballmütze. Erstaunlicherweise war er vollkommen trocken. Oliver öffnete die Tür …

Meine Meinung:
Diese Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite total fasziniert. Der Lesestil, die Handung, die Personen, alles ist stimmig und kann junge Leser begeistern. Obwohl ich nicht mehr so ganz in das Altersschema passe, habe ich mich wahnsinnig gut unterhalten gefühlt.

Anfangs dachte ich mir, ok... Wie kann man diese Story so lange ausbauen, da muss doch irgendwann ein Ende in Sicht sein, und das kann nicht lange dauern. Doch immer wieder wurden Wendungen eingebaut, die einen überraschen und fesseln zugleich, ohne langweilig zu werden. So kann man Jugendliche überzeugen.

Technische Ideen liegen zu Hauf vor. Wie kann man sich die Zukunft vorstellen? Wie wird es in über 200 Jahren sein? Was wird bis dahin mit unserer Welt passieren? Dies alles wird von Holly-Jane Rahlens bis ins Detail betrachtet, und wie ich finde, sehr gut gemacht. Wie sie, kann man sich die Zukunft wirklich vorstellen. Aber natürlich möchte ich jetzt nicht zu viel verraten.

Die Personen waren mir von Anfang an sympathisch, vor allem Oliver, Rosa und Iris, die hier ja im Mittelpunkt stehen, haben mir gefallen. Irgendwie musste ich beim Lesen ein wenig an Harry Potter denken, denn Rosa ist irgendwie wie Hermine. Sie weiß alles, liest sehr viel, und will immer das letzte Wort haben :) Das hätte man vielleicht ein bisschen entzerren können, damit die Parallele nicht so klar deutlich wird.

Auch die Erwachsenen werden toll dargestellt. Es gibt immer ein paar die auf der Seite der Kinder sind, und die, die ganz was anderes vor haben. Wollen wir sie mal "die Bösen" nennen :) Auch, wenn das eigentlich nicht zu 100% der richtige Ausdruck ist.

Das Cover finde ich übrigens auch toll. Es fällt ins Auge, weil es mal ein ganz anderer Stil ist.

Fazit:
Toll geschrieben, sehr zu empfehlen.