Dienstag, 6. Januar 2015

[Buchrezension] Hilde Artmeier - Nacht an der Donau

Nacht an der Donau
-Taschenbuch-

Inhalt:
Zwei Morde geschehen, ein Mädchen verschwindet – treibt in der verträumten Donaumetropole Regensburg ein Serientäter sein Unwesen? Ex-Polizistin und Privatdetektivin Anna di Santosa erhält von einer ebenso schönen wie undurchsichtigen Frau den Auftrag, den Fall zu untersuchen. Doch als sie sich auf Spurensuche begibt, gerät sie in einen Strudel aus verwirrenden Lügen – und ins Visier eines unberechenbaren Killers . . .

Meine Meinung:
Endlich mal ein Krimi aus meiner Gegend. Da ich aus der Oberpfalz komme, ist mir die Gegend rund um Regensburg natürlich bekannt. Die Gänge durch die Stadt kamen mir bekannt vor, weshalb ich mich sofort wohl gefühlt habe.

Auch, wenn die ermittelnde Privatdetektivin nicht wirklich eine Bayerin ist, hat sie sich den Sitten angepasst, finde ich wirklich. Manchmal ist es wirklich nicht einfach, den oberpfälzer Dialekt zu verstehen. Im Buch kommen davon leider nur ganz kleine Ausschnitte vor.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Die bildliche Beschreibung lässt einen in das Buch eintauchen, man fühlt sich, als würde man selbst durch die Straßen gehen. Ich kann mir vorstellen, dass das auch möglich ist, wenn man Regensburg nicht persönlich kennt.

Die Protagonisten sind mir von Anfang an sympathisch. Anna ist ein wenig hektisch, übervorsichtig, was ihren Sohn angeht, aber total liebenswert. Sie ist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Schon seltsam, wie sie das alles so schafft.

Paolo ist, obwohl er ihr Ex-Mann ist, immer noch um ihr Leben besorgt. Finde ich total niedlich. Es ist wirklich toll, wenn man sich auch noch nach einer Scheidung gut versteht, es muss ja nicht immer alles negativ ausgehen.

Aber auch die anden Personen wurden sehr authentisch dargestellt. Alle auf ihre Art und Weise verschieden.

Ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Bücher dieser Ermittlerin zu lesen, da mir der Stil wirklich extrem gut gefallen hat. Ich will auf jeden Fall mehr haben :)

Fazit:
Unbedingt lesen, nicht nur die Oberpfälzer Fraktion :)

[Buchrezension] Constanze Budde - Märchenprinzen gibt es nicht?

Märchenprinzen gibt es nicht!?-ebook-

Inhalt:
Nachdem Marlene von ihrem Freund betrogen wurde, hat sie von Männern genug. Die Aufmunterungsversuche ihrer Mitbewohnerinnen findet Marlene zwar rührend, doch zweifelt sie daran, dass sich deren Prognose "Eine
s Tages wird schon ein Prinz kommen!" bald erfüllen könnte. Aber dann begegnet sie Julius, der von seinen Freunden nur Prinz Poldi genannt wird, und der so ganz anders ist als ihr Ex-Freund. Ob er der Prinz ist, auf den Marlene gewartet hat? Und kann er wirklich den Anforderungen an einen Märchenprinzen gerecht werden?

Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich mehr um ein Märchenbuch, als um einen Roman :)

Nein, um ganz ehrlich zu sein, hat diese Geschichte schon viel mit den uns bekannten Märchen der Gebrüder Grimm zu tun. Kann man aber auch erahnen, wenn man den Titel liest!

Marlene ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Sie hat es wirklich nicht leicht, da jobbt sie neben dem Studium in einer Bar, um sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen, und wird dort von ihrem Freund überrascht, der mit einer anderen herein spaziert kommt. Also blöder geht ja schon wirklich nicht.

Dass man da genug von Männern hat, ist mehr als verständlich. Also für mich zumindest :)

Auch die anderen Personen sind sehr liebevoll dargestellt. Allen voran Marlenes Mitbewohnerinnen. Sie sind so verschieden, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass die drei wirklich zusammen wohnend klar kommen. Aber es schein recht gut zu funktionieren.

Julius ist ein Mensch, der zu gut ist um wahr zu sein. Manieren, ein Gentleman, eigentlich alles, was man sich vorstellen kann. Wenn man da ein bisschen außen vor lässt, dass er Prinz ist. Denn das ist nicht so einfach, wie es scheint.

Der Schreibstil ist sehr gut gelungen, mit wenigen langatmigen Passagen, in denen man ein bisschen die Spannung vermisst. Vorhersehbarkeit ist nur bedingt vorhanden, wudurch man wirklich gut unterhalten wird.

Am Schluss muss man ein bisschen mosern, denn er ist schon sehr kitschig, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein ;)

Fazit:
Ein Buch hauptsächlich für junge Frauen, denn ältere werden mit der Märchengeschichte wahrscheinlich ein bisschen ein Problem haben, könnte ich mir vorstellen!

[Buchrezension] Johanna Danninger - Nachbarschaftsverhältnis

Nachbarschaftsverhältnis-ebook-

Inhalt:
Immobilienmaklerin Susanne und ihr dicker Kater Charly, der eigentlich nur schwere Knochen hat, sind rundherum zufrieden. Sie leben in einem großen Haus, haben einen wunderschönen Garten
und eine ganz tolle Nachbarin. Bis der plötzliche Tod der geliebten, alten Dame von nebenan ihre heile Welt gehörig ins Wanken bringt. Rene, Susannes Exfreund, soll nun das Nachbarhaus verkaufen und kommt dadurch auf die grandiose Idee, seine verlorene Liebe zurückgewinnen zu wollen. Selbst als der Maklerauftrag erfüllt ist, kehrt keine Ruhe in Susannes Leben ein. Im Gegenteil! Der neue Besitzer namens Jan kommt nicht alleine, sondern in Begleitung einer reißenden Bestie auf vier Pfoten. Nicht nur, dass Susanne fortan gemeinsam mit ihrem Kater Todesängste im Garten aussteht, sie muss sich auch noch mit geistlosem Humor und unverschämt gutaussehenden Waschbrettbäuchen jenseits des Gartenzauns herumschlagen. Wie soll aus diesen Umständen denn noch ein gutes Nachbarschaftsverhältnis entstehen?

Meine Meinung:
Bei diesem Buch ist Muskelkater garantiert, nämlich Muskelkater in den Lachmuskeln.

Mit viel Humor, kommt dieser Roman um die Ecke. Vor allem mit Susanne, die mit ihrer liebevollen Art jeden um den Finger wickeln kann? Aber wirklich jeden? So manch "krimineller" Plan kann von ihr ausgeheckt werden. Einfach nur lustig, aber ich will nicht zu viel verraten :)

Auch Rene hat es faustdick hinter den Ohren. Zusammen mit seinem Hund Lilly stellt er ein tolles Pärchen dar, welches nicht locker lässt, sich in die Herzen von Charly und Susanne zu schmeicheln. Hier trifft der Spruch "wie Hund und Katz", wobei ich diesen Spruch eigentlich total schwachsinnig finde.

Der Schreibstil ist locker und leicht. Langeweile kommt aber trotzdem nicht auf. Langatmigkeit konnte ich auch in keiner Minute feststellen, sobald auch nur annähernd die Gefahr auftauchte, dass sich die Geschichte festfährt, wurde eine Wenung eingebaut, die alles wieder in eine andere Richtung lenkt.

Ich wurde mit diesem Buch wirklich gut unterhalten und kann es wirklich  nur empfehlen.

Fazit:
Unbedingt lesen!

[Buchrezension] M.L. Busch - Glücklich verliebt

Glücklich verliebt
-Taschenbuch-

Inhalt:
Ein Roman – romantisch, erotisch mit kriminalistischem Flair Lanie ist bestürzt. Treibt ihr 15-jähriger Sohn sich doch seit Neuestem in der heruntergekommenen Villa ihres Nachbarn herum. Rodney Landon ist nicht nur der Besitzer der Villa und Lanies neuer Lehrerkollege, sondern auch eine ziemliche Sahneschnitte. Als alte Gemälde auf dem Dachboden der Villa auftauchen, stellen sich viele Fragen: Sind die Bilder echt? Wie kommen sie auf Rodneys Dachboden? Und warum interessiert sich Scotland Yard für den Fall? Keine der Fragen wird geklärt, da die Gemälde bei einem Einbruch gestohlen werden, bei dem Lanie angeschossen wird. Rodney ist entsetzt, hat sich doch zwischen ihm und Lanie eine Beziehung entwickelt, die möglicherweise mehr beinhaltet als Sex. Eine Lösegeldforderung an die Gemäldeversicherung lässt ein Art-Napping, an dem die Serben-Mafia beteiligt ist, immer wahrscheinlicher werden. Können Lanie und Rod nicht nur ein Team bilden, sondern auch ein Paar sein, das mit allen Schwierigkeiten fertig wird? "Tolle Story mit sympathischen Helden - wer hätte gedacht, dass gestohlene Gemälde im beschaulichen Brighton zu einer wunderschönen Liebesgeschichte führen..."

Meine Meinung:
Diese Buch ist der Auftakt der "Glücklich"-Trilogie. Was soll ich sagen, der Start ist mehr als gelungen.

Ich habe dieses Buch wirklich verschlungen. Voll mit Gefühl, Liebe und auch Spannung, denn nicht nur die Liebe steht im Vordergrund, auch ein kriminalistischer Fall ist mit integriert.

Die Protagonisten sind seh liebevoll dargestellt. Allen voran Lanie mit ihrer etwas tollpatischigen Art. Sie nimmt wirklich jedes  Fettnäpfen mit, schafft es allerdings diese mit ihre tollen Art zu umspielen.

Auch ihr Sohn ist ein toller Charakter. Zwar ist da die Puptertät im Spiel, dies zeigt sich allerdings nicht so stark. Er und seine Mutter sind wirklich ein tolles Team.

Und natürlich wäre da dannn noch der liebe Rod. Hmm... Da könnte man während dem Lesen wirklich dahinschmelzen. Aber mehr möchte ich nicht erwähnen.

Ein Cliffhanger am Ende macht die Spannung perfekt, man möchte einfach nur wissen, wie es weiter geht. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung, die für März geplant ist.

Fazit:
Unbedingt lesen! Sehr zu empfehlen.

[Buchrezension] Tana French - Geheimer Ort

Geheimer Ort-Taschenbuch-

Inhalt:
Anmutig, behütet und golden, so scheint die abgeschirmte Welt des traditionsreichen Mädcheninternats St. Kilda. Doch vor einem Jahr ist dort im Park ein Junge erschlagen worden. Nun hängt sein Bild am Schwarzen Brett mit der Überschrift: ICH WEISS, WER IHN GETÖTET HAT. Nur eines von acht Mädchen kann die Karte aufgehängt haben. In zwei Cliquen stehen sie sich gegenüber unverbrüchliche Freundinnen, erbarmungslose Feindinnen. Der junge Detective Stephen Moran kennt eines der Mädchen, Holly Mackey, aus einem früheren Fall und meint zu wissen, was auf dem Spiel steht. Bis er hinter den Mauern von St. Kilda selbst in das verfängliche Netz aus Träumen und Lügen gerät.

Meine Meinung:
Dieser Krimi ist der 5. der Autorin Tana French. Für mich war es der ersten, den ich gelesen habe.

Anfangs war ich nicht so überzeugt von der ganzen Story. Zu viele handelnde Personen, zu viele verschiedene Namen, die einen verwirren. Doch durch eine geschickt aufgehängte Vernehmung, wird das Bild klarer und auch die Personen kommen einem näher.

Der Aufbau ist gigantisch, so wird die Geschichte von Seite zu Seite spannender. Was ziemlich flach beginnt,  steigert sich bis zum Ende.

Auch der Schreibstil der Autorin ist nicht von schlechten Eltern. Mit bildhaften Erklärungen kommt man sich vor, als wäre man direkt vor Ort. Immer wieder werden neue Punkte aufgeworfen, die einen neuen möglichen Verdächtigen präsentieren. Immer wieder muss man sich neu Gedanken machen.

Die zwei ermittelnden Personen Stephen Moran und Antoionette Conway ergänzen sich perfekt. Er als feinfühliger, Mädchen verstehender Mann, sie als steinharte Kriminalerin. So könnten sie schnell an ihr Ziel kommen, oder?

Psychologische Inhalte machen diesen Krimi zu einem besonderen Highlight. Unvorhersehbare Handlungen inbegriffen.

Fazit:
Toller Krimi! Es lohnt sich die ersten Zweifel zu beseitigen!